Der neue Router ist angeschlossen, doch auf dem Smartphone tauchen mehrere ähnlich klingende WLANs auf. Die SSID ist der Name des Funknetzwerks und lässt sich meist am Router, auf einem bereits verbundenen Gerät oder in der Router-Oberfläche ablesen. Ich zeige die schnellsten Wege für Windows, macOS, Android und iPhone und erkläre außerdem, was bei einem unsichtbaren oder geänderten WLAN-Namen zu tun ist.
Die SSID lässt sich meist in wenigen Sekunden ablesen
- Router-Aufkleber: Auf der Rückseite oder Unterseite stehen häufig WLAN-Name und Netzwerkschlüssel.
- Bereits verbundenes Gerät: In den WLAN-Einstellungen wird der aktuell verwendete Netzwerkname angezeigt.
- FRITZ!Box und andere Router: Die SSID steht in den WLAN- oder Funknetz-Einstellungen der Benutzeroberfläche.
- SSID ist nicht das Passwort: Der Netzwerkname dient zur Auswahl des WLANs, der Schlüssel zur Anmeldung.
- Unsichtbares WLAN: Bei deaktivierter Übertragung muss der Netzwerkname manuell eingegeben werden.

Wo finde ich die SSID am schnellsten?
Am einfachsten öffne ich auf einem bereits verbundenen Gerät die WLAN-Einstellungen. Der Name mit dem Verbindungssymbol oder dem Häkchen ist die aktuell verwendete SSID. Sie kann zum Beispiel „FRITZ!Box 7530“, „WLAN-AB12“ oder einen frei gewählten Namen wie „Familie-Muster“ tragen.
Wer gerade kein verbundenes Gerät zur Hand hat, schaut direkt auf den Router. Auf einem Aufkleber an der Unterseite, Rückseite oder Verpackung stehen oft die werkseitigen Zugangsdaten. Gesucht wird dort nach Begriffen wie WLAN-Name, Wi-Fi Name, SSID oder „Wireless Network Name“.
Ich rate dazu, den Namen exakt zu übernehmen. Groß- und Kleinschreibung, Leerzeichen sowie Sonderzeichen können eine Rolle spielen. Der Netzwerkschlüssel daneben ist eine andere Information und darf nicht mit der SSID verwechselt werden.
Die wichtigsten Begriffe auf dem Router-Aufkleber
| Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| SSID oder WLAN-Name | Name des Funknetzwerks, das in der WLAN-Liste erscheint |
| WLAN-Schlüssel oder Wi-Fi Key | Passwort, das für die Verbindung benötigt wird |
| PIN oder WPS-PIN | Separate Zugangsmethode für bestimmte Geräte, nicht der normale WLAN-Schlüssel |
| 2,4 GHz, 5 GHz oder 6 GHz | Frequenzband des WLANs, das je nach Router mit eigenem Namen erscheinen kann |
Nach einer Änderung des WLAN-Namens gilt der Aufkleber allerdings nicht mehr zuverlässig. In diesem Fall zählt nur der Name, der aktuell im Router eingestellt ist.
Die SSID auf Windows und macOS anzeigen
Windows 11 und Windows 10
Unter Windows genügt normalerweise ein Klick auf das WLAN-Symbol in der Taskleiste. In der Liste der verfügbaren Netzwerke ist das verbundene Netzwerk markiert. Genau dieser Eintrag ist die SSID.
Für eine ausführlichere Anzeige öffne ich die Einstellungen und gehe zu Netzwerk und Internet und anschließend zu „WLAN“. Unter den Eigenschaften der Verbindung wird der Netzwerkname ebenfalls angezeigt. Das ist praktisch, wenn mehrere Netzwerke ähnlich heißen oder gerade keine eindeutige Markierung sichtbar ist.
Auch die Eingabeaufforderung hilft weiter. Mit dem Befehl netsh wlan show interfaces zeigt Windows unter anderem die aktuell verbundene SSID an. Für die meisten Nutzer ist dieser Weg über die WLAN-Liste jedoch schneller und übersichtlicher.
macOS
Auf einem Mac steht der Name des verbundenen WLANs in der Menüleiste beim WLAN-Symbol. Alternativ öffne ich „Systemeinstellungen“, wähle „WLAN“ und sehe dort das Netzwerk mit dem Hinweis auf die aktive Verbindung.
Bei mehreren Funknetzen lohnt sich ein Blick auf die technischen Details. Manche Router nutzen für 2,4 und 5 GHz denselben Namen, andere unterscheiden die Bänder durch Zusätze wie „-2G“ und „-5G“. Das ist kein Fehler, sondern eine Einstellung des Routers.
So finden Sie den WLAN-Namen auf Android und iPhone
Android-Smartphones
Die genaue Bezeichnung variiert je nach Hersteller, der Weg ist aber fast immer ähnlich. Ich öffne Einstellungen, tippe auf „Netzwerk und Internet“, „Verbindungen“ oder direkt auf „WLAN“ und wähle das aktive Netzwerk aus. Der angezeigte Name ist die SSID.
Auf vielen Android-Geräten lassen sich über das Zahnrad neben dem WLAN weitere Informationen öffnen. Dort stehen je nach Version die Netzwerkdetails, die IP-Adresse und manchmal auch ein QR-Code zum Teilen der Verbindung. Der QR-Code erleichtert die Anmeldung eines zweiten Geräts, ersetzt aber nicht den Namen des Netzwerks.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem aktuell verbundenen WLAN und gespeicherten Netzwerken. Ein gespeicherter Eintrag kann veraltet sein, etwa wenn der Router umbenannt wurde. Für eine neue Verbindung sollte ich mich deshalb an der aktuellen WLAN-Liste oder am Router orientieren.
iPhone und iPad
Auf dem iPhone führt der Weg über Einstellungen und WLAN. Das Netzwerk mit dem blauen Häkchen ist die aktive SSID. Wenn das iPhone mit keinem WLAN verbunden ist, werden darunter die verfügbaren Netzwerknamen angezeigt.
Bei einem bekannten Netzwerk können zusätzliche Informationen über das Info-Symbol geöffnet werden. Das hilft vor allem dann, wenn mehrere SSIDs mit ähnlichen Namen vorhanden sind, etwa ein normales Heimnetz und ein separates Gastnetz.
Der Name des WLANs lässt sich auf iPhone und iPad nicht mit dem WLAN-Passwort gleichsetzen. Für die Verbindung werden normalerweise beide Angaben benötigt, sofern das Netzwerk nicht bereits gespeichert ist.
SSID in der Router-Oberfläche prüfen und ändern
Wenn der Aufkleber fehlt oder der WLAN-Name irgendwann geändert wurde, ist die Router-Oberfläche die zuverlässigste Quelle. Bei einer FRITZ!Box öffne ich die Benutzeroberfläche und suche unter WLAN beziehungsweise Funknetz nach dem Namen des WLAN-Funknetzes. Bei anderen Geräten heißen die Menüpunkte häufig „Wireless“, „Wi-Fi“, „WLAN-Einstellungen“ oder „Basic Settings“.
Die Anmeldung funktioniert je nach Modell über eine lokale Router-Adresse oder eine Hersteller-App. Die Zugangsdaten für die Verwaltung sind nicht zwangsläufig identisch mit dem WLAN-Schlüssel. Gerade bei neueren Routern sind diese beiden Zugänge oft bewusst getrennt.
Ein WLAN-Name oder mehrere SSIDs
Viele Router können mehrere Netzwerke ausstrahlen. Das normale Heimnetz, das Gastnetz und gegebenenfalls ein zusätzliches IoT-Netzwerk besitzen dann jeweils eine eigene SSID. Für Smart-Home-Geräte ist ein separates Netzwerk manchmal sinnvoll, weil es den Zugriff auf persönliche Computer und Dateien begrenzen kann.
Auch die Frequenzbänder können getrennte Namen haben. Ein älteres Gerät unterstützt eventuell nur 2,4 GHz, während ein modernes Smartphone zusätzlich 5 oder 6 GHz nutzt. Wenn ein Gerät ein bestimmtes WLAN nicht findet, prüfe ich deshalb zuerst, ob es das verwendete Frequenzband technisch unterstützt.
Wenn das WLAN nicht in der Liste erscheint
Ein fehlender Netzwerkname bedeutet nicht automatisch, dass der Router defekt ist. Zuerst kontrolliere ich, ob die WLAN-Funktion am Router aktiv ist und ob das Gerät nahe genug steht. Ein Neustart kann kurzfristige Funk- oder Softwarefehler beseitigen, sollte aber nicht die einzige Lösung bleiben.
Ist die SSID absichtlich verborgen, erscheint sie nicht in der normalen Liste. In den WLAN-Einstellungen des Endgeräts wähle ich dann „Netzwerk hinzufügen“ oder „Mit anderem Netzwerk verbinden“ und trage SSID und WLAN-Schlüssel manuell ein.
Das Verbergen des Netzwerknamens ist jedoch kein echter Sicherheitsgewinn. Ein verborgenes WLAN lässt sich mit geeigneten Werkzeugen weiterhin erkennen, während die manuelle Eingabe die Verbindung für Gäste und neue Geräte unnötig erschwert. Entscheidend sind ein starkes Passwort, aktuelle Router-Software und eine moderne Verschlüsselung wie WPA2 oder WPA3.
Lesen Sie auch: Sicheres WLAN einrichten - die wichtigsten Router-Einstellungen
Typische Ursachen im Überblick
- Das WLAN ist im Router deaktiviert.
- Die SSID wird nicht übertragen und muss manuell eingetragen werden.
- Das Gerät unterstützt das verwendete 5- oder 6-GHz-Band nicht.
- Der Router steht zu weit entfernt oder wird durch Wände und Metallflächen abgeschirmt.
- Der WLAN-Name wurde geändert, aber das Gerät verwendet noch einen alten gespeicherten Eintrag.
- Es wird versehentlich nach dem Gastnetz oder einem Mesh-Knoten gesucht.
SSID, WLAN-Passwort und Routername richtig auseinanderhalten
Die SSID ist ausschließlich der Name des Funknetzwerks. Das Passwort wird auch Netzwerkschlüssel, WLAN-Key oder Wi-Fi Password genannt. Der Routername beziehungsweise die Modellbezeichnung kann wiederum etwas ganz anderes sein und muss nicht dem Namen entsprechen, den Geräte in der WLAN-Liste anzeigen.
Ein Beispiel macht die Unterschiede deutlich. Auf dem Aufkleber kann „WLAN-Name: Telekom-AB12“ stehen, während das Gerät selbst „Speedport Smart“ heißt und der Schlüssel aus einer langen Kombination von Zahlen und Buchstaben besteht. Für die Anmeldung brauche ich „Telekom-AB12“ als SSID und den separaten Schlüssel als Passwort.
Ich ändere den voreingestellten WLAN-Namen meist nur dann, wenn dadurch Verwechslungen vermieden werden oder das Heimnetz übersichtlicher werden soll. Ein individueller Name ist hilfreich, sollte aber keine persönlichen Daten wie Adresse, Nachname oder Wohnungsnummer verraten.
Der schnellste Weg hängt vom Ausgangspunkt ab
Ist bereits ein Gerät verbunden, sehe ich den WLAN-Namen direkt in dessen Einstellungen. Gibt es keine aktive Verbindung, prüfe ich den Router-Aufkleber und danach die Router-Oberfläche. Bei einem unsichtbaren Netzwerk müssen SSID und Schlüssel manuell eingegeben werden.
Für die Sicherheit ist der Name allein nebensächlich. Ein starkes, eigenes WLAN-Passwort, aktuelle Firmware und die richtige Verschlüsselung schützen das Heimnetz deutlich besser als ein möglichst ausgefallener SSID-Name.